New Work & Coworking

von Eric Oberbeck

Nach mehr als 17 Jahren in der vertrauten Speicherstadt sind wir bereits vor drei Monaten in die Innenstadt am Baumwall gezogen. Der Umzug bedeutet für uns nicht nur einen Standortwechsel, sondern begleitet einen umfassenden Wandel in unserer Art und Weise zu arbeiten. Sprichwörtlich entschieden wir uns, in neue Gewässer vorzudringen und uns aktiv wichtigen Veränderungen zu stellen. Im Fokus stand dabei unsere Entscheidung, unseren CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren als es uns bereits durch die Umstellung auf unsere jetzt elektrische Fahrzeugflotte gelungen ist. Hierzu wollten wir einen großen Schritt weiter gehen und unsere gesamte Arbeitsweise überdenken. Dabei hat uns ein aus den USA stammender und in Deutschland bisher noch wenig verbreiteter Trend besonders neugierig gemacht:  das Arbeiten in Coworking Spaces.

Übersetzt bedeutet Coworking nichts anders als „gemeinsam arbeiten“. Die Ruby Hans Workspaces befinden sich direkt am Baumwall und bieten hier die Möglichkeit, Büroräume in Gemeinschaftsbüros anzumieten und so bei der Arbeit mit anderen Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen in Kontakt zu kommen. Hier kann man Meeting-Räume für Workshops oder Coachings flexibel buchen oder es sich mit einem Cappuccino in der Lounge gemütlich machen. 

Und wenn es in den Meetingräumen oder in der Lobby einmal zu turbulent wird, kann man entweder „Telefonzellen“ nutzen oder sich in ein „Private Office“ mit einem wundervollen Blick auf die Elbe und den Baumwall zurückziehen. Mit dieser offenen und abwechslungsreichen Atmosphäre konnten wir uns identifizieren. Schließlich heißt es nicht umsonst, dass man besonders effizient und produktiv arbeitet, wenn man sich am Arbeitsplatz wohlfühlt.

Natürlich ist das enge Zusammenleben mit anderen Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen noch etwas Neues für uns und deshalb manchmal ungewohnt. Was da helfen kann ist mit Menschen aktiv in Kontakt zu treten, um Brücken zu bauen. Und ist es nicht genau das, was uns seit Jahren antreibt und navigiert? Sollte also doch eigentlich nichts Neues sein, oder?

Wir haben unsere Geschäftsführer Thomas Leschig und Roy Datschewsky dazu interviewt und wollten von Ihnen erfahren, was ihr erster Eindruck vom Coworking Space ist.

Thomas Leschig: „Aus meiner Sicht der Umzug in den Coworking Space genau die richtige Entscheidung gewesen. Viele Arbeiten fallen weg und es entsteht ein stärkerer Fokus auf die eigentliche Arbeit. Es ist angenehm, z.B. in der Lounge auf andere Menschen aus anderen Unternehmen zu treffen und die Vielfalt der unterschiedlichen Räume führt dazu, dass man für jeden Anlass genau den richtigen Raum zur Verfügung hat.“

Roy Datschewsky: „Wir bei #relations haben im Sommer alle Arbeitsplätze flexibilisiert und machen seitdem sehr gute Erfahrungen. Der Umzug mit unserem Büro ins Ruby Hans war und ist für uns der nächste konsequente Schritt zur neuen Arbeits- und Arbeitsplatzgestaltung. Das Sharingkonzept verbindet uns mit interessanten Menschen und Firmen und bietet passgenaue Infrastruktur on Demand. So können wir uns auf unser Geschäft konzentrieren, weil für das Drumherum gesorgt ist. Unsere eigenen, festen Büroarbeitsplätze zur konzentrierten Arbeit bleiben dabei erhalten. Als Herausforderung sehe ich die Veränderung des „Heimathafens“, den unser BeraterInnen-Netzwerk in den Räumen im Brook gefunden hatte. Manchmal entstehen Identität und Zugehörigkeitsgefühl auch aus gewohnten, gemeinsam genutzten Räumen. Diese Aspekte werden wir jetzt anders verstärken.“

Als Unternehmensberatung arbeiten wir zudem mit zahlreichen externen BeraterInnen Hand in Hand und konnten bisher schon viele Coachings in unseren neuen Meetingräumen organisieren. Deshalb lag es uns außerdem am Herzen, zu erfahren, wie unsere Partner relations in neuer Umgebung wahrnehmen und welche Erfahrungen sie bislang mit dem Coworking Space gemacht haben.

Cornelia Reddig: Ich schätze es in Pandemie-Zeiten genügend große Besprechungsräume nutzen zu können! Besonders begeistert mich die Hausbrandt-Barista-Maschine – ein genialer Espresso ist das […] die Raumgestaltung finde ich ansprechend und inspirierend.“

Fritz Göller: Die KlientInnen haben die Veränderung ohne große Probleme oder Kritiken angenommen, da insbesondere die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsnetze sehr gut ist […]. Es hat sich jedoch der Kurzaustausch mit den relations MitarbeiterInnen verändert, da ein relations-Zentrum nicht mehr vorhanden ist […}. Der Klebstoff aus den alten Räumen im Brook ist nicht mehr vorhanden; das ist neu und ungewohnt.“

Coworking Spaces stehen für uns für modernes und agiles Arbeiten. Zusammen mit der Arbeit im Homeoffice wollen wir sie als feste Bestandteile in unsere Strukturen integrieren, um uns mit anderen Personen auszutauschen und dort zu arbeiten, wo es sich gerade richtig anfühlt. Genau das erleben wir schon heute im Ruby Hans Workspaces. Natürlich stießen wir auch auf Hürden bei der Suche nach einem für uns passenden Coworking Space, mussten uns erstmal einleben und sind zum Teil noch dabei „anzukommen“. Doch das Bild dieser neuen Art und Weise der Zusammenarbeit hat uns angetrieben diesen Schritt mutig und selbstbewusst zu gehen. Nicht umsonst sagt das Sprichwort „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ und genau das ist es, was uns jeden Tag antreibt: mutig zu sein, auszuprobieren und Unbekanntes zu entdecken. Nur so kann man neue Erkenntnisse sammeln und sich weiterentwickeln. Davon sind wir überzeugt.

Wir sind sehr glücklich darüber, diese Entscheidung getroffen zu haben und freuen uns auf alles, was vor uns liegt!

#relations

-Make change real-